Beschreibung des Museums und seiner Objekte

Die Gesamtgröße des Museums beträgt rund 250 m². Davon entfallen 200 m² auf einen Grund- und einen Sonderausstellungsraum, 20 m² auf ein Büro sowie die Sanitäranlagen und 30 m² auf einen Raum im Keller, der ebenfalls als Grundausstellungsraum für die Schau „Alte Öfen und Warmwasserbereiter“ adaptiert wurde. Der Dachboden des Hauses darf als Lager benützt werden.
 
 

OFEN

 

Im ebenerdigen Vorraum des Gebäudes sind zwei Öfen ausgestellt. Der erste Ofen weist auf die Ausstellung im Keller hin der zweite Ofen, ein sogenannter „Piperlofen“, erinnert an einen einst weit verbreiteten Ofen. Dieser wurde mit Koks aus der Gasproduktion beheizt. Die Erklärung für den Namen des Ofens mit einem Orginalplakat ist oberhalb angebracht.

 

 

 

 

Ein für uns jahrelanges Rätsel (ein Mythos) wurde gelöst. Bei unserer jahrelangen Museumstätigkeit wurden wir meist von älteren Besuchern gefragt, ob wir in unserer Ofenausstellung einen PIPERLOFEN hätten. Etwas ratlos konnten wir da keine Auskunft geben. Von den älteren Kollegen Zax, Pfleger bekamen wir zwar die Erklärung, dass es irgendwann in der Straßenbahn Reklameschilder gegeben hätte, wo kleine Piperln (Hühner), um einen Ofen stehen. Welches Fabrikat, oder Aussehen konnte sich keiner mehr erinnern. Da die Anfragen aber nicht sehr oft kamen, wurde unsererseits nicht weiter nachgeforscht.

OFEN2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei einer Museumstagung besuchte uns unter anderen der ehemalige Gaswerkdirektor ML RR Prof. DI Robert Medek. Bereits im Erdgeschoss / Foyer sah er unseren ausgestellten Ofen, den wir unerkannter Weise 2006 von unserem Kollegen Hans Böhs als Spende bekamen. „Jö“ ihr habt einen Piperlofen.

Kollege Novak der von unserem jahrelangen Dilemma nichts wusste, bat um diesbezügliche Unterlagen. Nach einer Vorstandssitzung brachte mir ML Medek eine Kopie der Piperlofen Werbung und seine mündliche Erklärung dazu:

Das ehemalige Stadtgas wurde aus Kohle hergestellt. Das Nebenprodukt war der Koks. Um die Koksberge abzubauen, vertrieb Wien Energie diese eisernen Öfen und machte auch mit dem Piperl-Logo in den Städtischen Verkehrsbetrieben Werbung.

Der Koks als sehr gutes Brennmaterial bekam dadurch seine eigene Erfolgsstory mit Swoboda und Meller-Automatik bis weit in die 70-er Jahre, wo er dann von Öl und Gas abgelöst wurde, da auch Wien Energie auf Erdgas umstellte und dadurch der leichte Stadtkoks verschwand.

 

 

stiegen

Im Stiegenhaus zum zweiten Stock sind alte Rauchfangkehrerkalender ausgestellt. Diese wurden zum Jahreswechsel von den Rauchfangkehrern an deren Kundschaft verteilt.

 

Im zweiten Stock, bereits vor der Eingangstüre, steht eine Vitrine die im oberen Teil Erinnerungsstücke vom geistlichen Kurat der Rauchfangkehrer Pater Sieghart beinhaltet. Weitere Ausstellungsstücke sind eine Erinnerungstafel an den großen Förderer unseres Museums Hr. Prof. Ludwig Sackmauer, ein Ehrenbierkrug aus München und zwei Bronze-Rauchfangkehrerfiguren.

 

Neben dem Eingang in den Grundausstellungsraum ist eine Wandvitrine mit verschiedenartigen Rauchfangkehrerfiguren aus unterschiedlichen Materialien montiert.

 

 

 

 

Daneben sind Reklametafeln, auf denen schwarze Rauchfangkehrer für ebenso schwarze Schuhpasten Werbung machen. Oberhalb der Eingangstüre ist ein schmiedeeisernes Schild, welches einen laufenden Rauchfangkehrer mit seinen signifikanten Utensilien,Kehrbesen und Leiter zeigt und die Schrift „Museum“ aufweist.

schild

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Grundausstellungsraum 

Im vorderen Teil dieses Raumes begegnen wir dem sogenannten „lebendigen“ Museum in Form einer Rauchfangkehrerwerkstätte, wie es sie ca. vor 1950 in Wien noch gegeben hat. Eine Schaufensterpuppe in der schweren, ledernen Orginalmontur der Rauchfangkehrer, dem Rußgewand, empfängt den Eintretenden. Daneben eine altertümliche Schreibmaschine (mit der Taste @), einige Stempel und einer schwarzen Schiefertafel die früher vor jedem Kehrbetrieb hing und auf welche die Kundschaft mit Kreide ihre Aufträge schreiben konnte. Drei Geschäftstafeln erinnern an die Rauchfangkehrermeister Dominik Melzer, Johann Fau und Alexander Cecola, eine davon ist eine sehr kostbare Arbeit aus Glas.

Auf einem Regal liegen Drucksorten, alte Kehr- und Kontrollbücher in welche der Rauchfangkehrer seine Arbeit eingetragen hat . Ebenso sind hier die Vorläufer der heutigen Digitalmessgeräte für Rauchgaswerte ausgestellt.

In einem geöffneten Kleiderschrank hängen verschiedene Arbeitsgewänder der Rauchfangkehrer. Auf dem Schrank steht eine hölzerne Statue des heiligen Florian, Schutzpatron der Rauchfangkehrer. Auch das wichtigste Handwerkzeug die Leiter, die Bürste und der Rutenbesen fehlen nicht. Während bei breiteren Rauchfängen die Rundbürste hinunter gelassen wird – die größte hat einen Durchmesser von 80 cm – dient die Stoßbürste zum Kehren von engen Rauchfängen, die von unten gereinigt werden müssen. Für besteigbare Rauchfänge wie Fabriksschlote oder jene im Biedermeier üblichen schliefbaren Rauchfänge, die durch eine große Kamintüre zugängig waren, wurde meistens der Rutenbesen verwendet. Von dem im Museum ausgestellten Rutenbesen fehlen schon einige Äste. Diese wurden als Glücksbringer – Souvenir von den Besuchern mitgenommen und haben diesen auch sicherlich Glück gebracht. Es gibt hier nicht nur eine einzige Bürste, sondern eine beachtliche Sammlung verschiedenster Variationen von Rundbürsten und Eisenkugeln, die unterschiedlich auf die Rauchfangdurchmesser abgestimmte Größen haben. Sie werden von oben in die Öffnung hineingelassen und durch das Gewicht der Kugel hinuntergezogen.

rfk

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
    
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Interessant ist auch der Unterschied von früheren und jetzigen Kehrgeräten. Einerseits die noch im vorigen Jahrhundert verwendete Strohrundbürste mit Eisenkugel, Hanfseil und hölzernem Globenrad, welches das Durchscheuern des Seiles an der Schornsteinkante verhinderte und andererseits die heutige Kupferdrahtrundbürste mit Gummikugel, Nylonseil und einem Kunststoffglobenrad. Zu den alten, heute kaum mehr verwendeten Werkzeugen zählen auch noch das Schereisen zum abkratzen von Hartruß oder Pech und die „Kehrkatze“, eine schwere fast kugelige Bürste zur Reinigung von waagrechten Rohrleitungen, wobei sie an einem Seil von zwei Personen im Rohr hin- und hergezogen werden musste. Zu sehen ist weiters ein Gerät zum Ausbrennen der Rauchfänge, das mit Petroleum betrieben und manchmal auch heute noch verwendet wird. Der Sicherheit der Hausbewohner diente auch ein Feuerlöscheimer, der früher auf jedem Dachboden vorhanden sein musste. Da sich die Rauchfangkehrer vor dem Nachhausegehen immer waschen müssen, steht hier auch noch ein Badeofen mit Brause um 1900. Tatsächlich war dieser Ofen mit seinem kupfernen Warmwasseraufbereitungskessel ein Luxusgegenstand, der in den einfacheren Betrieben kaum zu finden war. Die Rauchfangkehrer mussten schon mit dem damals üblichen Wasserschaff vorliebnehmen.

 

Schon an der Wende zur Neuzeit gab es Rauchfangkehrer. Das Feuer war das wichtigste Element eines Hausstandes. Wegen seiner Nützlichkeit, aber auch der damit verbundenen Gefahr wurde es sorgsam gehütet. Der ständig geschürte offene Herd diente der Speisezubereitung und gab zur Behaglichkeit der Familie Wärme ab. Mit zunehmender Ausdehnung der Städte seit dem Mittelalter stiegen Zahl und Verantwortung der Schornsteinfeger. Auf einer kleinen Wandtafel erfährt der Besucher, dass bereits am 19. Oktober 1512 Kaiser Maximilian I. Hans von Mailand mit Patent als ersten Rauchfangkehrer für Wien bestellte. Im Jahre 1654 waren bereits sieben Meister urkundlich durch Steuerlisten erwähnt. Auch sie stammten aus Norditalien. Bis 1750 kamen daraufhin über 300 Lehrlinge aus Italien. So entstand im Laufe der Zeit ein Gewerbe, dessen Mitglieder angesehene Bürger waren.

 

Auf fünf Schautafeln befindet sich eine umfangreiche Sammlung von Neujahrsglückwunschkarten aus den Jahren 1880 bis 1918. Auf jeder einzelnen ist ein Rauchfangkehrer als Glücksbringer, manchmal als Kind, dargestellt. Dieser Aberglaube stammt noch aus dem Mittelalter. Schwarz gekleidete Gesellen stellten Holzkohle her, lieferten an und reinigten die Schornsteine. Rauchfangbrände, die Häuser, Dörfer und ganze Stadtteile vernichteten, zeigten die Wichtigkeit einer sorgfältigen Schornsteinreinigung auf. Der Rauchfangkehrer bannte durch seine Arbeit diese Gefahr und galt daher als Glücksbringer.

 

Aus dem Jahre 1850 stammt eine eiserne Wetterfahne, die nicht wie üblich einen Hahn, sondern einen Rauchfangkehrer darstellt.

Eine der 7 Florianifiguren im Museum ist eine Jugendstilkeramik von der Fa. Wienerberger um 1900, die einst an der Fassade des Hauses Dietrichsteingasse 4 im neunten Wiener Gemeindebezirk befestigt war. Von diesem Haus ist hier auch die alte Konskriptionsnummerntafel zu sehen.

In zwei Wandvitrinen sind zahlreiche Rauchfangkehrerfiguren und Glücksschweinchen aus verschiedenen Materialien ausgestellt. Bemerkenswert ist eine Rauchfangkehrerfigur aus Stein in Stein (an der Donau) hergestellt.

 Daneben ist in einer großen Tafelvitrine die Geschichte der Rauchfangkehrer dargestellt. Der Text ist mit zahlreichen Bildern illustriert.

fahnen 

Ausgestellt sind hier auch einige Neujahrsglückwunschkalender, welche die Rauchfangkehrer auch heute noch an ihre Kundschaft verteilen. Sie tragen jeweils den Namen des zuständigen Meisters.

 

Ein besonders wertvolles Stück ist eine Standuhr aus dem Jahre 1780, die mit dem Portrait eines Rauchfangkehrers verziert ist.Genau in der Mitte der Stirnseite des Raumes hängt die alte Innungsfahne um 1860 mit dem Bildnis des hl. Florian.

 

 

Ein Prunkstück des Museums ist die Zunfttruhe aus massiver Eiche, die aus dem Jahre 1784 stammt. Sie ist mit drei schweren Eisenschlüsseln zu öffnen.Sie trägt an der Innenseite des Deckels ein Rauchfangkehrerwappen in Form von zwei gekreuzten Schereisen, das möglicherweise aus der Steiermark kommt, aber nicht genau zugeordnet werden kann. An der Außenwand der Truhe befindet sich das bekannte Wappen mit der früheren ledernen Kopfbedeckung der Rauchfangkehrer, der sogenannten Kapine und den beiden gekreuzten Rutenbesen.

 truhe

 

 

 

 

 

 

 

 

Neben der Truhe steht ein Pult mit dem Ehrenbuch der Wiener Rauchfangkehrermeister von 1928 mit dem Titel: „1512 bis 1928 Zur Jubelfeier der Wiener Rauchfangkehrer – Genossenschaft ihrem verdienstvollen Vorsteherstellvertreter Herrn Franz Suchanek gewidmet von seinen dankbaren Genossenschaftsmitgliedern“.

In diesem Buch sind neben den Fotos der Ehrenmitglieder Minister für Handel und Gewerbe Dr. Hans Schürff, Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien Karl Seitz und Minister a.D. Nationalrat Eduard Heindl, auch sämtliche Rauchfangkehrermeister Wiens beziehungsweise ihre Witwen abgebildet.

Seitlich ist ein kleiner Schemel platziert, der einst beim Stammtisch eines Gasthauses im 9. Wiener Gemeindebezirk stand, in dem viele Rauchfangkehrer nach getanener Arbeit zusammenkamen. Die Sitzfläche ist mit einem Rauchfangkehrer bemalt.

 

In einer Ecke des Raumes steht eine lebensgroße Florianstatue aus Lindenholz zwischen 1860 und 1880 gefertigt. Ihr Gewicht beträgt rund 80 kg.

In den beiden Schaukästen an der Wand zum Sonderausstellungsraum befinden sich zahlreiche Rauchfangkehrerpuppen, die einerseits als Silvesterglücksbringer und andererseits als Auslagendekoration um Neujahr dienten. Unter den hier gezeigten Exemplaren befinden sich Porzellanfiguren von 1900 bis 1930, neuzeitliches Porzellan, Wiener Keramik und Wiener Bronze um 1900, Stoffpuppen mit Bakelit- und Porzellanköpfen sowie als Rauchfangkehrer verkleidete Stoffmeckis.   Auffällig ist vor allem, eine rund 40 cm große Keramikfigur der Firma Goldscheider welche sich eine Zigarette anzündet und beleuchtet ist. Sie soll einer Rauchfangkehrerdarstellung des Biedermeiermalers Matthias Johann Ranftl nachempfunden worden sein.

Ein gusseisener Stubenofen, der um 1970 von der Firma Meller nach dem Orginal aus dem vorigen Jahrhundert gebaut worden ist, steht beim Eingang zum nächsten Raum. Die oberen beiden Fächer dienten zum Kochen mit niederer und höherer Temperatur, ein seitliches Fach ist zum Teller wärmen und das mittlere Fach zum Warmstellen von Speisen. Die beiden unteren Türen dienten zum Heizen mit Kohle. 

Eine mittig im Raum aufgestellte Vitrine enthält Ehrengeschenke, die wertvollsten Rauchfangkehrerdarstellungen aus Wiener Bronze, verschiedene Dokumente wie   z. B. eine Kehrverordnung von Kaiser Joseph I. aus dem Jahre 1705 sowie etliche Gesellen- und Meisterbriefe, die dem Museum meist aus Familienbesitz zur Verfügung gestellt wurden. Sie dokumentieren in eindeutiger Weise das berufliche Traditionsbewusstsein der Schornsteinfegerfamilien.

 

Sonderausstellungsraum

Im zweiten Raum des Museums ist die jährlich wechselnde Sonderausstellung zu sehen. Darüber hinaus gibt es aber auch hier einige Exponate, die zur ständigen Ausstellung gehören. Es handelt sich dabei um die große Fahnenvitrine. Sie ist u. a. Aufbewahrunsgsort für die alte Innungsfahne – zur Zeit in Raum I zu sehen -, die aus dem Jahre 1860 stammt und eine Größe von 180 x 140 cm hat.. Die Pracht und Bedeutung der Rauchfangkehrerfahne wird in Wien jährlich bei der traditionellen Florianifeier, die dem Schutzpatron dieses Gewerbes gewidmet ist, entfaltet. Wie lebendig das Brauchtum heute noch ist, beweist die neue 1979 geweihte Fahne, die bei allen feierlichen Anlässen mitgeführt wird. Daneben auch die dazugehörige Stange der Genossenschaftsfahne mit den Namen sämtlicher Spender aus den Jahre 1928. Prächtigst präsentiert sich daneben die Genossenschaftsfahne aus dem Jahre 1931 mit den Maßen 150 x 120 cm. Sie trägt Abbildungen der Stephanskirche, des hl. Florian und einiger österreichischer Wappenschilder. Dieselbe Größe hat die Sängerbundfahne der Rauchfangkehrer aus dem Jahre 1926, die neben einer Rauchfangkehrerdarstellung und einem Notenband folgenden Spruch trägt: “Treu im Lied, frei im Wort sei des Sanges treuer Hort“. Jede Zunft schuf sich ein auf ihre Tätigkeit bezogenes Emblem und zeigte es auf ihrer Zunftfahne. Für die Sonderausstellungen wird die Fahnenvitrine, nachdem die Exponate verdeckt werden, ebenfalls als Schaukasten benützt.

 

Auf einem kleinen Tischchen, neben der Türe zu Büro, ist ein großes Schwein aus Ton aufgestellt, mit der Aufforderung es zu berühren um Glück zu haben.

schwein

Im Büro sind außer einer großen Vitrine, voll mit kleinen Rauchfangkehrern und anderen Glücksbringern, mehrere Bilder ausgestellt. Das Museum wurde auch von den Jungrauchfangkehrern genutzt. Die bei Sportveranstaltungen (Fußball, Tennis, Golf) errungenen Pokale sind auf einem großen Bord aufgestellt. An der Stirnseite der Ablage ist ein Seidenschal, Geschenk zur Verleihung des Ehrenzeichens der Republik Österreich an Hr. Novak für die geleistete ehrenamtliche Museumstätigkeit, angebracht. Eine Wand des Büro ist mit einem Kasten ganz verbaut. In diesem Befindet sich das Archiv der Rauchfangkehrerkalender, der Neujahrskarten, die Bibliothek und andere Gegenstände, sowie das Büromaterial. Ergänzt wird die Einrichtung durch zwei Schreibtische.

 

Ausstellungsraum Keller

Im ehemaligen Heizraum für das Tröpferlbad ist eine Ausstellung von schönen alten Öfen, Warmwasserbereitern und einem Küchenherd untergebracht. Im Stiegenabgang sind Reklamebilder von früheren Warmwasserbereitern aufgehängt.

ofen5           ofen4            ofenfrau

 

 

 Besonders erwähnenswert sind drei sogenannte American Heating Öfen. Diese mit vielen verchromten Teilen aufgebauten Öfen besitzen auch Schaugläser, so dass man bei Betrieb dieser koksbefeuerten Öfen die Glut beobachten konnte.

 

In einer Ecke ist ein Figurenofen aus Gusseisen aufgestellt, welcher die Hl. Notburga darstellt.

 

Der Hl. Florian

 steini

Er lebte im dritten Jahrhundert, in Lorch als das römische Heer an der Donau den Grenzwall (Limes) gegen die Germanen besetzt hielt. Florian war  Kanzleidirektor des römischen Statthalters der Provinz Noricum.  Er war bekennender Christ. Zu dieser Zeit war aber das Christentum verboten und alle gläubigen Christen wurden verfolgt und aus Noricum vertrieben.So musste auch Florian seine Dienststelle aufgeben und er zog in die Gegend von St. Pölten - Tulln.
Als er aber von der beginnenden Verfolgung seiner Glaubensbrüder in Lauriacum (Lorch) an der Enns erfuhr, wo an die 40 Soldaten wegen ihres Glaubens eingekerkert waren, reiste er dorthin um ihnen zu helfen. Als er sich aber weigerte für die römischen Götter Opfer zu bringen, wurde Florian mit einem Stein um den Hals in die Enns geworfen. Am 4. Mai 304 erlitten so seine 40 Glaubensfreunde und er den Tod.

 

Eine Frau soll seinen Leichnam am Ufer der Enns gefunden haben und dort auch begraben haben. Ganz in der Nähe findet man das Stift St. Florian. 1900 wurde der Märtyrer im Hochaltar des Stiftes beigesetzt. Der Hl. Florian gilt als Schutzpatron gegen Feuersgefahr und für die Feuerwehrleute, auch für Berufsstände, die besonders mit Feuer und Wasser zu tun haben wie Schmiede, Rauchfangkehrer, Hafner, Binder und sogar Bierbrauer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sichel-Wunder der Hl. Notburga

Eines Nachmittags, das Wetter drohte umzuschlagen, verlangte der Bauer, dass niemand die Arbeit niederlege, bevor nicht alles Getreide eingeholt sei. Beim ersten Glockengeläut legte Notburga wie immer die Arbeit nieder. Der Bauer jedoch wollte sie nicht gehen lassen. Der Legende nach warf Notburga ihre Sichel in den Himmel, wo diese an einem Sonnenstrahl hängen blieb. Der Bauer erschrak und ließ Notburga ziehen.

 

 

 

 

Oberhalb des Küchenherdes, dieser besitzt ein Backrohr und ein Wasserschiff (Behälter für Warmwasser), ist eine bestickte Zierdecke angebracht mit dem Text: Rauchfangkehrer du lieber Mann, putz doch den Rauchfang, dass ich kochen kann.

 

deckerl

ofen5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

An der Stirnseite des Raumes sind außer den Öfen Kehrwerkzeuge und Reklametafeln zu sehen. Weiters sind technische Zeichnungen, Öfen und Kessel betreffend, ausgestellt. In einer Ecke ist ein Automatofen in einem Verbau aufgestellt. Dieser ist auf Rädern gelagert, so dass gezeigt werden kann, wie der Rauchfangkehrer zu dem dahinter befindlichen Rauchfang-Putztürchen gelangen kann. Mittig im Raum sind zwei „Bügelöfen“ aufgestellt, welche zum Erhitzen von schweren (4 kg und 7,5 kg) Bügeleisen dienten. Diese Öfen wurden mit Holzkohle beheizt, der Rauchabzug erfolgte nach oben.

Im Vorraum sind kohle- und gasbefeuerte Badeöfen aufgestellt.

Außerdem werden am Dachboden Gegenstände der vorangegangenen Sonderausstellungen, unter Bedachtnahme auf den erforderlichen Brandschutz, gelagert. Weiters sind die nicht ausgestellten Kehrwerkzeuge untergebracht.

All diese Gegenstände sind digital erfasst und können auf dem museumseigenen Computer gezielt abgerufen werden.

 

Weitere Ausstellungsgegenstände:

ausstattung